Responsive image

on air: 

Christina Wolff
---
---
chor-probe-singen-zoom-meeting-noten
Netguide

Biertrinken bis Chorprobe - Video-Chats im Vergleich

  • Das Treffen in virtuellen Räumen ersetzt den analogen Talk mit Freunden und Bekannten
  • Sowohl bundesweit als auch in vielen europäischen Ländern explodieren die Zahlen für Social Networking-Apps.
  • Die App der Stunde heißt dabei Houseparty

Drinnen ist das neue Draußen

Abstand ist die neue Nähe und der Videochat ist der neue Kaffeeklatsch. So langsam richten wir uns alle in unserer „neuen Welt“ ein, in der wir Familienmitgliedern und auch Freunden nur noch höchstens auf zwei Metern nahe kommen sollen. Unsere Ausgehlust wird deswegen nun auf Laptop, Tablet oder Smartphone ausgelagert. Unsere abendlichen Termine wie der Sportkurs oder sogar die Chorprobe finden nun per Video-Chat statt.
Und natürlich auch der geliebte Smalltalk oder das gemütliche Biertrinken. Zahllose häufig schon bekannte Apps bzw. Plattformen machen dies möglich. Aber was geht womit am Besten:

Ein Überblick für den nächsten Online-Kaffeeklatsch & Co:

Houseparty - für Freunde von Überraschungsgästen

Die kostenlose App Houseparty (für Apple und Android) wirbelt gerade die Downloadcharts durcheinander und wird ähnlich oft geladen wie z.B. Disney+. Dabei ist der Name Programm. Wie bei einer richtigen Party müssen wir auch bei der Online-Houseparty immer wieder mit Überraschungsgästen rechnen. Denn die App zeigt uns, sobald wir online sind, welche Gespräche unserer Freunde und der Freunde unserer Freunde laufen. In diese Gespräche können wir uns spontan einklinken. Genauso können wir aber auch eine Konversation starten und uns besucht plötzlich ein Überraschungsgast. Dadurch ergeben sich immer wieder neue unerwartete Begegnungen bzw. neue Bekanntschaften. Sollten wir jedoch unter uns bleiben wollen, können wir die Talks auch für weitere Gäste schließen. Bis zu acht Personen können an einem Chat teilnehmen. Die App hat praktischerweise auch direkt mehrere Spiele an Bord wie u.a. eine Art Montagsmaler oder auch das Ratespiel „Trivia“.

WhatsApp zu viert, Zoom für ganz ganz viele Freunde

WhatsApp haben wir fast alle auf dem Smartphone und hier funktionieren auch Video-Gruppenchats. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer auf nur vier Personen begrenzt. Um einen WhatsApp-Chat zu starten, müssen wir uns erst einmal mit einer Person per Videochat verbinden. Sobald die Verbindung steht, sehen wir oben rechts ein Kamera-Symbol und ein kleines Plus-Zeichen. Einfach darauf klicken und die nächste Person einladen, so füllt sich schnell der WhatsApp-Talkraum. Allerdings – augenblicklich scheint WhatsApp öfter mal überlastet, gerade der Videochat hakt dann.

Wer mit mehr als vier Leuten videochatten will, der sollte sich Zoom anschauen. Die App ist aktuell auch eine der Nutznießer der Krise und besonders bei Video-Konferenzen beliebt. In der kostenlosen Variante können wir mit bis zu 100 Leuten gleichzeitig videochatten, das sollte für jeden Verein oder jedes Team erst einmal reichen. Allerdings ist ein Videochat mit mehr als zwei Personen auf 40 Minuten begrenzt.   

Für gemeinsames Instagram-Surfen

Das Scrollen durch den eigenen Instagram-Feed ist alleine zuhause doch irgendwann mal öde. Da kommt uns ein neues Feature gerade recht – Instagram Co-Watching. Damit können wir gemeinsam durch gespeicherte  Beiträge oder durch die Empfehlungen von Instagram surfen. Zum Start müssen wir erst einmal einen Videochat mit unserer Freundin oder unserem Freund starten und anschließend unten rechts auf den Button „Medien“ klicken. Danach werden uns die letzten Beiträge gezeigt, die wir geliked haben. Einfach einen davon aussuchen, anklicken und schon wird dieser auch unserem Gesprächspartner(n) angezeigt. So können wir u.a. unsere Lieblingsbeiträge mit bis zu sechs Freund*innen besprechen. Allerdings braucht es dafür die neueste Version der Instagram-App.  

Für gemeinsames Video schauen und Shoppen

Ein Quasi-Kino-Erlebnis ohne neben einander zu sitzen verspricht die Website Watch2gether. Für die Nutzung müssen wir uns noch nicht mal registrieren. Es reicht, wenn wir einfach einen virtuellen Raum anlegen, den Link anschließend an die Film-Freunde mailen und schon kann das gemeinsame Erlebnis losgehen. Alle sehen den gleichen Film und können parallel miteinander chatten. Watch2gether spielt Inhalte von YouTube, Vimeo und Dailymotion ab. Angeblich geht es mit einem einfachen Trick auch, Netflix per Watch2gether zu schauen.

Eine weitere praktische Option in diesen Zeiten: Wir können über die Website auch gemeinsam bei Amazon shoppen. Die Website-Nutzung ist kostenlos, dafür gibt’s Werbung beim Filme schauen (werbefrei kostet 3,50 Euro monatlich) – und wenn das dann mal Eiswerbung ist, dann haben wir das fast komplette Kino-Erlebnis.

Veranstaltungstipps für zuhause

Übrigens, wer Tipps für Veranstaltungstipps und Unterhaltung für zuhause sucht, wird auf der Webseite der Krautreporter und ihren Onlinetipps für die Quarantäne-Wochen fündig oder auch auf bei dringeblieben.de.


Der wöchentliche Blick ins Web

Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient

Das Internet schläft nicht - ständig gibt es neue Trends, neue Plattformen, neue Apps und täglich Veränderungen. Mit uns behaltet ihr den Überblick - denn wir präsentieren Ihnen hier jede Woche was es Neues gibt in der digitalen Welt.