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Für ein sicheres Smartphone

Tipps gegen Hacking und Diebstahl

Frau hält Smartphone in der Hand

25. Oktober 2021

     

  • Auf Smartphones speichern wir mittlerweile häufig mehr sensible Daten als auf dem PC, ebenso häufig sind sie aber schlechter geschützt.  
  • Nur 43% der Smartphone-Nutzer – so das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage – verwenden ein Virenschutzprogramm auf dem Smartphone.
  • Immer häufiger wird auch das Smartphone von Cyberkriminellen angegriffen.

Knapp über 60 Millionen Deutsche sind 2021 Besitzer eines Smartphones, rund 22 Millionen Geräte sollen allein dieses Jahr verkauft werden. Wer einmal in Bus oder Bahn um sich schaut, sieht, welche Bedeutung das Smartphone inzwischen besitzt. Doch obwohl das Smartphone sicherlich fest zu unserem Alltag gehört, sind unsere häufig weniger genutzten PCs meist besser geschützt, als unsere mobilen Tages-Begleiter. Knapp unter 50% der für den Digitalbarometer 2021 Befragten wünschen sich deswegen auch mehr Informationen zur Sicherheit von Smartphones. In unserer kleinen Serie zur Cybersicherheit gehen wir deshalb heute auf den Schutz des Smartphones ein. 

Welche Sicherheitsgefahren drohen dem Smartphone?

Die (kriminellen) Bedrohungen für unser Smartphones sind vielfältiger als wir voraussichtlich spontan denken würden. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat mögliche Gefahren auf seiner Website aufgelistet. Dabei reicht die Liste vom vermeintlich profanen Blick über die Schulter im öffentlichen Nahverkehr, mit dem z.B. sensible Daten mitgelesen werden können bis hin zur Vernetzung mit zahlreichen zusätzlichen Diensten und Accounts: Clouddienste, Apps, Bezahldienste oder Ortungsdienste sind alles potentielle Gefahren-Quellen, über die ggf. unsere Daten „in fremde Hände“ gelangen können. Dazu kommen immer häufiger Angriffe per Schadsoftware, die per SMS (Smishing) oder per Mail (Phishing) auf unser Smartphone gelangt.

Woran erkennen wir ein gekapertes Smartphone?

Sollte unser Smartphone plötzlich starke Leistungseinbußen verzeichnen, kann das ein erstes Indiz für ein gekapertes Smartphone sein – ebenso wie ein plötzlich nach oben schnellender Datenverbrauch. Aufmerksam sollten wir auch immer werden, wenn Apps plötzlich „ein Eigenleben“ zeigen und/oder sich z.B. unerklärlicherweise schließen. Verdächtig ist es auch, wenn wir auf einmal unbekannte Apps auf unserem Smartphone finden oder auf unserer Smartphone-Rechnung neue Rechnungsposten für z.B. uns unbekannte In-App-Käufe „auftauchen“.

So könnt ihr euer Smartphone schützen

Schutztipp 1 - Updates

Updates sind nicht nur bei unserem PC wichtig, sondern auch beim Smartphone. Ob nun das Betriebssystem unseres Smartphones oder auch die Apps auf unserem Smartphone – regelmäßig werden uns Updates angeboten, die nicht nur die Funktion optimieren, sondern auch häufig neu aufgetauchte Sicherheits-Schwachstellen reparieren. Ein Smartphone mit der aktuellen Version des Betriebssystems ist deswegen immer ein deutlich sicheres Smartphone, als eines, das noch mit monate- oder jahre-alten Betriebssystem-Versionen operiert.

Schutztipp 2 – Bildschirm sperren

Sollten wir unser Smartphone verlieren oder es geklaut werden, sollten Finder oder Dieb nicht einfach auf unsere Daten zugreifen können. Die Bildschirmsperre gehört zum Pflichtschutz. Dabei haben wir ganz unterschiedliche Optionen mit jeweils ganz eigenen Vor- und Nachteilen. Die meisten Nutzer sichern ihr Smartphone per PIN, dann aber bitte nicht mit 1,2,3,4 o.ä. leichten Codes. Ein Muster ist leicht zu merken. Damit es für Unbekannte im Fall der Fälle aber nicht erkennbar ist, sollten wir uns angewöhnen, regelmäßig den Bildschirm abzuwischen. Die Verbraucherzentrale hat die verschiedenen Optionen der Bildschirm-Sperrung inklusive Bewertung auf ihrer Website aufgelistet. Das NRW-Ministerium für Innovation, Forschung und Wissenschaft bietet Tipps zur Bildschirmsperre in einem Video:


Schutztipp 3: Fernortung und IMEI-Nummer

Verlegt, verloren oder geklaut – diese Gretchenfrage gilt es erst einmal zu klären, wenn unser Smartphone „weg ist“. Per Fernortung können wir darüber vielleicht erste Erkenntnisse bekommen und ggf. auch direkt handeln. So erlaubt die Fernortung, Daten ggf. auch zu löschen und/oder unser Smartphone direkt komplett zu sperren. Bei Apple funktioniert das ab iOS 13 über die App „Wo ist“, bei Android über unser Google-Konto. Die Stiftung Warentest erklärt hier die verschiedenen Installationswege nachverständlich und Schritt für Schritt. Davon unabhängig sollten wir uns auf jeden Fall die IMEI-Nummer unseres Smartphones notieren. Sie ist die Seriennummer unseres Gerätes und wird z.B. bei einem Diebstahl von der Polizei erfragt. Wir finden sie, wenn wir im Telefonmodus einfach die *#06# wählen.

Schutztipp 4 – Sicherheits-Apps

Die Angriffe per Schadsoftware werden immer mehr, das haben wir hier schon diverse Male besprochen. Sicherheits-Apps versprechen dagegen den entsprechenden Schutz. Die Stiftung Warentest hat 17 solcher Apps für Android getestet und u.a. ihren Schutz gegen rund 2.000 damals aktuelle Schädlinge untersucht. „Das Apple-System iOS,[…] ist geschlossener als Android und damit noch weniger angreif­bar. Sicher­heits-Apps sind darum fürs iPhone über­flüssig,“ beurteilten die Warentester in einem Test 2018 die Situation für iOS. Ob diese Behauptung noch 2021 Bestand hat, sei dahingestellt. Wer nach Sicherheits-Apps fürs iPhone sucht, findet auf der Seite von global-techradar.com sechs passende Virenprogramme.    

Schutztipp 5 – Vorsicht

Mal eben unser Smartphone mit dem eines Bekannten verbinden, um Daten zu tauschen oder es zu laden – das ist praktisch, birgt aber das Risiko, das wir uns auch eventuell Viren ziehen. Gleiches gilt auch für das Laden in öffentlichen USB-Ladestationen oder die Nutzung von öffentlichen WLAN-Netzen. Gerade letztere sollten wir nicht nutzen, um unsere Bankgeschäfte zu erledigen. Experten raten dafür sogenannte VPN-Apps (Virtual Private Network) zu nutzen. Und ähnlich wie beim PC sollten wir auch auf unserem Smartphone bei SMS oder Mails nicht blind auf uns unbekannte Links tippen.

Interessante Links

Die Seite Klicksafe der Landesmedienanstalten von Rheinland-Pfalz und NRW stellt unterschiedliche Sicherungsoptionen (und ihre Einrichtung) fürs Smartphone vor


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