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Oliver Tölke
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Dasta - Dubiose App ermöglicht Stalking bei WhatsApp

Smartphone
  • Die App nutzt eine bekannte Sicherheitslücke
  • Die App funktioniert bei WhatsApp und Telegram
  • Die App gibt es ganz offiziell in den bekannten App-Stores

Wer ist wann und wo bei WhatsApp online

Die App „Dasta“ sorgt gerade vielerorts für Aufregung. Denn einmal installiert, kann damit überwacht werden, wer wann auf WhatsApp online ist. Die App bietet diese Information in Echtzeit an. Außerdem wird dem App-Nutzer ermöglicht sich darüber informieren zu lassen, wann die „beobachtete Person“ WhatsApp nutzt und wann sie die App wieder schließt. „Dasta“ ist kostenlos, allerdings nur für die 24-stündige Testphase. Danach kostet das Monatsabo rund 10 Euro. Neben WhatsApp verspricht die App die gleiche Funktionalität auch für Telegram.

Wie funktioniert die App

Die App nutzt eine schon lange bekannte Sicherheitslücke von WhatsApp. Denn grundsätzlich bietet WhatsApp selbst an, dass wir sehen können, wann wer die App nutzt – einzige Bedingung, wir müssen die Telefonnummer der Person kennen. Die Sichtbarkeit des Online-Status ist in den Grundeinstellungen von WhatsApp zunächst auf öffentlich eingestellt. Das Besonders an der Dasta-App: Sie checkt permanent den Online-Status der gewünschten Person, verpackt diese Informationen in eine einfach zu bedienende App und  zeigt die Ergebnisse in verständlichen Grafiken an.

Können wir uns wehren #1?

Ja, zumindest zum Teil: Wir können unsichtbar machen, wann wir zuletzt online waren. Dafür müssen wir uns in die Einstellungen von WhatsApp klicken, dann auf „Account“ und „Datenschutz“. Dort wird uns u.a. die Option angeboten „zuletzt online“. Wenn wir diese antippen, werden uns die Optionen „Jeder“, „Meine Kontakte“ oder „Niemand“ angeboten. Einfach „Niemand“ auswählen und eine App wie Dasta kann zumindest nicht unsere „WhatsApp-Vergangenheit“ abgreifen. Allerdings ist es hierdurch nicht möglich, unseren aktuellen Status zu verbergen. Denn sobald wir online gehen, ist unser Aktiv-Status öffentlich und kann von Stalking-Apps auch abgerufen werden. Das ist eine bekannte und schon oft von Sicherheitsexperten angemahnte Lücke bei WhatsApp. Wir können sie nur umgehen, indem wir einen anderen Messenger nutzen.

Können wir uns wehren #2?

Jeder von uns kann eine App im Apple- oder Google-Play-Store als unangemessen melden. Dann sollten sich Apple und Google mit der App beschäftigen, besonders wenn die Beschwerden keine Einzelfälle sind. Bei der App „ChatWatch“ – eine Art App-Vorgänger von „Dasta“ mit ähnlichen Stalking-Funktionen – hatten viele Nutzer die App angezeigt und auch viele Medien darüber berichtet. Apple hatte daraufhin die App überprüft und jetzt ist sie nicht mehr im App-Store verfügbar.

Woher kommt die App?

Im Impressum wird bei Apple ein gewisser Andrei Frolov als Entwickler genannt, im Google-Playstore heißt der Entwickler Mitya Shkolov. Hier findet sich auch eine Kontaktadresse. Beide haben wohl nur diese eine App veröffentlicht. Die Kollegen von netzwelt.de haben versucht weitere Informationen über die beiden Entwickler herauszufinden - ihr Fazit: „Eine Recherche in russischsprachigen sozialen Netzen ergab auch keinen Hinweis darauf, dass diese beiden Personen irgendwo zusammen auftreten. Offensichtlich ist man sehr bemüht, die wahre Identität zu verschleiern.“

Die Reaktionen der Nutzer

Vor allen der Preis und die kurze Testphase ist der am meisten genannte Kritikpunkt. Ein Nutzer schreibt: „Ich dachte, ein Kontakt sei gratis... Dabei ist nur ein Tag gratis und der Rest kostet viel Geld“. Viele Nutzer beschweren sich zudem, dass die App nur in russischer Sprache nutzbar wäre. Vereinzelt findet sich allerdings auch Kritik an der Funktion der App selbst, einer kommentiert ironisch: „Super App für Stalker. Hat im App Store nichts zu suchen. Raus damit!!!“ 


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