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Christopher Menzel
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Paar im Sonnenuntergang am Strand
Gut zu wissen

Drei Dating-Apps für mehr Zweisamkeit

Frühlingszeit ist gleich Flirtzeit und da können wir - bei Bedarf - natürlich auch digitale Unterstützung per Smartphone bekommen. Zahlreiche Dating-Apps wollen uns den Weg in die vielleicht zunächst einmal spontane Zweisamkeit übers Handy ermöglichen, meist gerne auch mit der Perspektive „spätere Beziehung nicht ausgeschlossen“. Nach einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom datete 2018 schon jeder Dritte (29%) hierzulande per Internet – ein Wachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beliebt seien dabei Dating-Angebote per App. Hier können wir die potentiellen Partnerinnen bzw. und dann Partner matchen oder zappen, wobei sich das Auswahlprinzip häufig ähnelt. Die Apps unterscheiden sich aber u.a. in Sachen Größe der Nutzerschaft, Ausrichtung, Zielgruppe und vor allem auch im Preis und bei den (kostenlosen) Nutzungsoptionen. Wir haben uns drei Apps näher ausgeschaut.

„Tinder“: Zum neuen Daten matchen

„Tinder“ ist der Inbegriff für das mobile Verabreden. Seit 2012 am Start, nutzen nach eigenen Angaben vier Millionen Menschen hierzulande die App. Das Durchschnittsalter der Nutzer liegt bei 18 bis 25 Jahren mit einem recht hohen Männerüberschuss. Die Anmeldung funktioniert einfach mit dem eigenen Facebook-Account (!) oder unserer Handynummer. Dann müssen wir nur noch unser Profil mit bis zu sechs Bildern und einem Beschreibungstext anlegen und schon geht es ans Matchen. So heißt Flirten „auf Tinderisch“. Abhängig von unserem Standort und der von uns individuelle eingegebenen Entfernung werden uns von der App mögliche PartnerInnen angezeigt: Ein Wisch nach rechts bedeutet Interesse, ein Wisch nach links kein Interesse. Wischen beide Parteien nach rechts, können sie miteinander chatten und sich ggfs. verabreden. Die Basisnutzung ist kostenlos, wollen wir aber z.B. eine halbe Stunde lang das Top-Profil in der Umgebung sein, brauchen wir eine der Erweiterungsoptionen ab 10 Dollar monatlich. Die Tinder-Vorteile: Große Auswahl an Singles besonders in Städten, einfache Bedienung und wenig Fakeprofile (eigene Angabe). Nachteile: Anmeldung mit Facebook-Account und aktuell viele schlechte Bewertungen, weil u.a. Matches nicht angezeigt werden. (Tinder für Android und für iOS)

„Jaumo“: Das „deutsche Tinder“

„Jaumo“ wurde in Stuttgart entwickelt und ist eine der beliebtesten Dating-Apps in Deutschland u.a. weil viele Funktionen der App kostenlos sind. Jaumo hat zwei Millionen deutsche Nutzer (Tendenz stark steigend), die Mitglieder sind 18 bis 35 Jahre alt und es herrscht Männerüberschuss. Die Anmeldung ist einfach und unkompliziert. Wir haben es dabei selbst in der Hand, was wir von uns bekannt geben wollen - bei Bedarf können wir uns aber auch mit unserem Facebook-Profil anmelden. Anschließend kann direkt gezappt werden – so heißt das digitale Kennenlernen bei Jaumo. Bei der örtlichen Eingrenzung hilft ein Online-Radar.

Wenn wir Jaumo allerdings werbefrei nutzen und z.B. alle Mitglieder sehen wollen bzw. die neuesten Singles auf der Plattform, der kann sich einen VIP-Zugang sichern für rund 60 Euro im Jahr oder rund 10 Euro im Monat. Die Jaumo-Vorteile: Schnell und unkompliziert zu nutzen, hohe Sicherheitsstandards (ist eine der wenigen TÜV-geprüften Singlebörsen), gute Bewertungen und schnelle Reaktionen auf Kundenanfragen durch den Support. Nachteile: Relativ viel Werbung bei der kostenlosen Nutzung und (noch) eine Überzahl an Singles aus dem südlichen Deutschland, allerdings verbreitet es sich die App bereits immer mehr - vor allem in größeren Städten. (Jaumo für Android und für iOS)

„Bumble“: Ladies first – das „weibliche Tinder“

„Bumble“ sieht sich als Tinder für Frauen und wurde auch von einer ehemaligen Tinder-Mitarbeiterin gegründet. Ihr Ziel: Ein App anzubieten, die einen respektvolleren Umgang mit Frauen ermöglicht. Deswegen müssen hier die Frauen auch den ersten Schritt machen, damit eine Verabredung klappt. In Amerika ist die App schon sehr populär, weltweit soll sie von 27 Millionen Menschen genutzt werden. Angemeldet wird sich per Facebook oder mit der eigenen Telefonnummer. Das Kennenlernprinzip ist das Gleiche wie bei Tinder – wir wischen uns durch das Angebot. Kommt es zum Match – siehe oben – hat die Nutzerin 24 Stunden Zeit, dem interessierten Mann eine Nachricht zu schicken, andernfalls erlischt das Match. Bumble ist grundsätzlich kostenlos, mit dem Bumble-Boost für rund 16 Euro (3-Monate) oder 8,50 Euro (Woche) können wir aber zum Beispiel abgelaufene Matches reaktivieren. Die Vorteile: Viele kostenlose Funktionen, Frauen-freundlich, vielfältig – neben der Dating-Option bietet Bumble auch die Suche nach Business-Kontakten. Nachteile: Bumble ist in Deutschland noch kaum verbreitet und funktioniert nur in Großstädten. (Bumble für Android und für iOS)

Übrigens – die Stiftung Warentest hat im letzten Jahr die Datensicherheit von Dating-Apps getestet. Das Ergebnis – eher niederschmetternd. Nur eine einzige App konnte die Tester überzeugen. Die meisten Apps hingegen wiesen erhebliche Mängel auf. Gerade das Datensendeverhalten ist meist kritisch. Bevor wir uns also für eine Dating-App entscheiden sollten, macht ein Blick auf diesen kostenpflichtigen (0,50 Euro) Test sicherlich Sinn.


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