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DIE VIER VON HIER
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Der #maßnahmengenerator

Corona unterhaltsam

Mann FFP2 Maske

29. März 2021

  • Ein Online-Satire-Tool macht sich über die Wirren der Bundes-Beschlussvorlagen lustig
  • Die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts bekommt eine eigene Check-In-Funktion.
  • Die neue Option soll kompatibel bzw. ergänzend zur „Luca-App“ wirken.

 

Die Bundesregierung beschließt…

Beginnen wir einen Artikel über Corona mal mit etwas Munteren:  Auf Twitter sorgt der Hashtag #maßnahmengenerator seit Freitag für reichlich Schmunzeleien, teilweise war der Hashtag sogar in den Twittercharts auffindbar. Unter diesem Hashtag finden sich viele teils skurrile, teils aber gar nicht völlig unrealistisch wirkende Vorschläge, wie die Corona- Pandemie eingedämmt werden könnte. Diese beginnen immer mit dem Satz: „Die Bundesregierung beschließt…“ und dann folgen Empfehlungen wie:

…Universitäten abends abreißen lassen

…Bundestag in den Sommerferien FFP2-Masken anbieten (5€/Stück)

…die Kirchen entgegen dem RKI in ein Lip-Sync Battle zu schicken

Ein schlichtes Satire-Projekt

Alle diese Beschlussvorlagen-Formulierungen der Bundesregierung haben eine gemeinsame Quelle – den Corona-Generator. Er setzt sie aus drei vorformulierten Textbausteinen automatisch und zufällig zusammen. Wir müssen dafür nur auf diese Seite gehen und Neustart anklicken – schon haben wir die nächste Beschlussvorlage vor Augen. Von den Machern ist bislang noch wenig bekannt. Auf der Projekt-Website gibt es lediglich folgenden kargen Hinweis: „DISCLAIMER: Dies ist ein satirisches Projekt von @zwetkoffein feat. Queer Pen und @NickHatBoecker.“ Letzterer empfiehlt sich auf seiner eigenen Website als Software-Entwickler mit Herz. Ersterer ist laut Twitter Voice-Actor, Übersetzer und Geschichtenerzähler. Ihr Projekt jedenfalls findet einen Nerv – gleich zu Beginn wurden über 1.500 Sprüche generiert. Die Nutzung ist übrigens kostenlos - so ist der Weg frei für ein paar wunderliche Bundesregierungsbeschlüsse als Aufheiterung beim nächsten Corona-Talk in kleiner Runde.

 

Schauen wir doch auch nochmal mit einem etwas ernsteren Blick auf neue Entwicklungen rund im Corona-Tools:

Corona-Warn App bald mit Check-In-Funktion

Der Ruf danach ist fast so alt wie die App selbst – eine Check-In-Funktion für die Corona-Warn-App (CWA). Mit dem kommenden Update wird die App um „die Möglichkeit einer Event-Registrierung per QR-Code“ erweitert, wie es auf der Website des Robert Koch Instituts heißt. Somit sollen wir uns zukünftig bei einem Besuch im Restaurant, Kino, Konzert oder auch bei einer privaten Geburtstagsfeier digital registrieren können. Sollte im Nachgang der Veranstaltung bekannt werden, dass es einen positiven Corona-Fall gab, werden alle Teilnehmenden gewarnt. Die Corona-Warn-App will so auch die Zettelwirtschaft u.a. in Restaurants ersetzen – wenn sie denn öffnen wieder dürfen - bzw. aber auch besonders die Kontakt-Nachverfolgung im privaten Umfeld ermöglichen.

Zusammenarbeit geplant

Die jetzt neu geplante Funktion der Corona Warn App ist bei der Warn-App „Luca“ von Anfang eine Basisfunktion gewesen (vgl. u.a. den Netzservice vom 1.3.). Die Kontakt-Nachverfolgungs-App wurde besonders schnell bekannt, da Smudo, einer der Protagonisten der Band „Die Fantastischen Vier“ an der Entwicklung beteiligt war. Inzwischen ist sie vielerorts schon im Einsatz bzw. die Nutzung wird geplant. So arbeiten Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Thüringen schon mit der App „Luca“ bei der Kontakt-Nachverfolgung, weitere 10 Bundesländer des „dataport-Verbundes“ mit u.a. Niedersachen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wollen kurzfristig nachziehen. Die Bundesregierung plant nun ein gemeinsame Kontaktnachverfolgung über die beiden Apps: „Die anonyme Eventregistrierung der CWA ist hauptsächlich für private Events gedacht. Die Luca-App hilft, der Zettelwirtschaft in Restaurants etc. zu begegnen," zitiert die Süddeutsche Zeitung aus dem Gesundheitsministerium. Dabei gibt es aber einen klaren Unterschied der beiden Apps: Die CWA kann die Nutzer nicht identifizieren - auch nicht mit der nun geplanten, neuen Ergänzung. 

 

 


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