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Aaron Knipper
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Was lest Ihr am Liebsten?

Buch-Tipps von Euch für uns

Ihr habt auch einen Buch-Tipp für uns? Dann gerne her damit! Egal, ob Roman, Krimi oder Kinderbuch - Wir freuen uns auf Eure Empfehlungen!

Buch-Tipp #1:

Tipps aus der Buchhandlung Wolff in Herford

Gisela Krüger arbeitet in der Buchhandlung Wolff in Herford und kennt sich daher bestens mit Büchern aller Art aus. Sie hat schon viele gute Bücher gelesen, weshalb es ihr gar nicht so leicht fiel, ein spezielles herauszusuchen. Letztlich hat sie uns zwei Buch-Tipps mitgebracht: „Der Halbbart“ von Charles Lewinsky, ein Buch, dass zwar im 14. Jahrhundert spielt, aber viele Parallele zu unserer heutigen Gesellschaft aufzeigt - und "Was Nina wusste" von David Grossmann, das die Geschichte von drei ganz unterschiedlichen Frauen erzählt.

Der Halbbart - Charles Lewinsky

Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Stattdessen denkt er sich viel lieber Geschichten aus. Im Jahr 1313 hat so einer es nicht leicht in einem kleinen Dorf, wo das Leben einfach und von harter Arbeit bestimmt ist. Vom Halbbart erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.

Was Nina wusste - David Grossmann

Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili kämpfen mit einem alten Familiengeheimnis: An Veras 90. Geburtstag beschließt Gili, einen Film über ihre Großmutter zu drehen und mit ihr und Nina nach Kroatien, auf die frühere Gefängnisinsel Goli Otok zu reisen. Dort soll Vera ihre Lebensgeschichte endlich einmal vollständig erzählen. Was genau geschah damals, als sie von der jugoslawischen Geheimpolizei unter Tito verhaftet wurde? Warum war sie bereit, ihre sechseinhalbjährige Tochter wegzugeben und ins Lager zu gehen, anstatt sich durch ein Geständnis freizukaufen?


Buch-Tipp #2:

Die Tipps aus der Bücherstube Lübbecke

Wer in Lübbecke ein Buch kaufen will, kann das auch abseits von großen Ketten - bei Ölschläger. Verkäuferin Daniela Seele verrät uns, welche Bücher sie in eine andere Welt entführen und richtig fesseln. Hier gibt's ihre aktuellen Tipps: Vortex von Anna Benning, Dash & Lily von Rachel Cohn und OCEAN - Insel des Grauens von Douglas Preston und Lincoln Child.

OCEAN-Insel des Grauens - Douglas Preston und Lincoln Child

Der 19. Fall rund um Agent Pendergast

Ein grausiger Anblick erwartet eines Morgens die Urlauber auf einer Insel vor Floridas Golfküste: Am Strand des tropischen Paradieses werden über hundert identische blaue Sneaker angeschwemmt – und in jedem von ihnen steckt ein menschlicher Fuß!
Special Agent Pendergast ist sich sicher, dass die Gliedmaßen nicht von den Insassen eines kubanischen Gefängnisses stammen, wie die Küstenwache vermutet. Auf eigene Faust lässt er von der Ozeanografin Pamela Gladstone ein Strömungsprofil erstellen, das in eine ebenso unvermutete wie tödliche Richtung weist ...
Unterstützt von Constance Greene und Agent Coldmoon legt Aloisius Pendergast sich diesmal mit einem Gegner an, der nicht nur über all ihre Schritte informiert zu sein scheint – er ist auch mächtiger und skrupelloser als jeder Feind, mit dem sie es bislang zu tun hatten.

Dash & Lily - Rachel Cohn

Der Roman zur Netflix-Serie

Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus und kommen sich dadurch näher – das erste Treffen zögern sie hinaus, bis es fast zu spät ist …

Vortex - Anna Benning

„Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen. Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“

Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …

Sterne sieht man nur im Dunkeln - Meike Werkmeister

Eigentlich ist Anni glücklich. Mit ihrem Langzeitfreund Thies lebt sie in einem hübschen Bremer Häuschen, ihr Geld verdient sie als Game-Designerin und in ihrer Freizeit entwirft sie Poster- und Postkartenmotive. Doch dann will ihr Chef, dass sie das neue Büro in Berlin leitet. Und Thies will auf einmal heiraten. Nur Anni weiß nicht mehr, was sie will. Da meldet sich ihre Jugendfreundin Maria aus Norderney, und Anni beschließt spontan, eine Auszeit zu nehmen. 6 Wochen Sand und Wind, Sterne und Meer – einfach mal durchpusten lassen. Danach sieht sicher alles anders aus. Wie anders, das hätte Anni sich allerdings nicht träumen lassen...


Buch-Tipp #3:

Tipps aus der Buchhandlung Nottelmann in Spenge

Bücher sind seine Welt! Jürgen Bredemeier von der Buchhandlung Nottelmann ist ein echtes Buch-Urgestein in Spenge - jeder der einen Tipp braucht, ist bei ihm definitiv an der richtigen Adresse. Als Buchhändler liegt es nahe, dass er nicht nur im Berufsleben, sondern auch privat den einen oder anderen "Schinken" wälzt. Für uns hat er gleich zwei Buch-Tipps: den Roman "Hamstern im Hinteren Stromgebiet" von Joachim Meyerhoff und das Kinderbuch "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling.

Hamstern im hinteren Stromgebiet - Joachim Meyerhoff

Im „besten Alter“, mit gerade einmal Anfang 50 wird der Autor Joachi Meyerhoff durch einen Schlaganfall aus der Normalität seines überaus erfolgreichen Schauspielerlebens gerissen und erlebt von diesem Moment an eine abenteuerliche Reise, auf die er nicht im Geringsten vorbereitet war - von der Intensivstation und der Reha zurück ins Leben, das sich danach trotz der Rettung anders anfühlt als zuvor.

Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat - Marc-Uwe Kling

Das gibt's doch gar nicht, oder? Oma hat das Internet kaputt gemacht. Und zwar das ganze. Auf der ganzen Welt! Tiffany, Max und Luisa kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, denn tatsächlich geht ... nichts mehr! Zuerst ist das ganz schön komisch. Denn plötzlich haben alle Zeit. Doch dann wird es richtig gemütlich, obwohl das Internet nicht funktioniert – oder vielleicht auch gerade deshalb.


Buch-Tipp #4:

Tage ohne Ende - Sebastian Barry

Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade 17 Jahre alt, als ihre Karriere als Tanzmädchen in einem Saloon für Bergarbeiter ein natürliches Ende findet. Für den »miesesten Lohn aller miesesten Löhne« verdingen sie sich bei der Armee und sind fortan unzertrennlich in Kriegsgeschäften unterwegs. Angst kennen beide nicht, dafür haben sie schon zu viel erlebt. Sie wissen: »wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.« Thomas ist vor dem »Großen Hunger« aus Irland geflohen, hat die Überfahrt und die Fieberhütten in Kanada überlebt, sich bis nach Missouri durchgeschlagen. Wie ein irischer Simplicissimus stolpert er durch das Grauen der Feldzüge gegen die Indianer und des amerikanischen Bürgerkriegs – davon und von seiner großen Liebe erzählt er mit unerhörter Selbstverständlichkeit und berührender Offenheit. In all dem Horror findet Thomas mit John und seiner Adoptivtochter Winona sein Glück. Er bleibt ein Optimist, ganz gleich unter welchen Umständen.

Dirk Lömker - Hörer


Buch-Tipp #5:

Tipps aus der Buchhandlung Fritz Scherer in Bad Oeynhausen

Bücher lassen uns in eine andere Welt eintauchen und alles um sich herum vergessen – wenn sie denn richtig spannend sind. Denise Nürge hat uns gleich zwei solcher Exemplare mitgebracht. In ihrem Buch-Tipp stellt uns die Verkäuferin von der Buchhandlung Fritz Scherer vor, warum sie ausgerechnet die Bücher "Hinter diesen Türen“ von Ruth Ware und “Was der Fluss erzählt” von Diane Satterfield empfehlen kann.

Hinter diesen Türen - Ruth Ware

Die 27-Jährige Rowen Cain glaubt, ihren Traumjob gefunden zu haben. Als Kindermädchen darf sie fortan auf die vier Töchter eines reichen Archtitektenpaares aufpassen. Die Bezahlung ist üppig, das Haus, in dem sie leben darf, ist mit der neusten Technologie ausgestattet und bietet zudem noch einen wunderbaren Ausblick auf die idyllische Landschaft der schottischen Highlands. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht andauernd irgendetwas unheimliches passieren würde. Eigentlich glaubt Rowen nicht an Geister, aber so langsam weiß sie nicht mehr, ob sie ihren Augen noch trauen kann. Außerdem wird der Hausherr immer aufdringlicher und die Kinder verhalten sich immer merkwürdiger. Dann passiert das Ungeheuerliche: Jemand wird ermordet und Rowen gilt als Hauptverdächtige.

Was der Fluss erzählt - Diane Satterfield

Eine stürmische Winternacht im ländlichen England des späten 19. Jahrhunderts: In der uralten Gaststube des "Swan" sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein schwer verletzter Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm hereinstolpert. Als eine Krankenschwester ein paar Stunden später die Todesursache festzustellen versucht, bemerkt sie, dass das Kind atmet und sich bewegt. Ein Wunder? Oder etwa Zauberei? Oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Und woher kommt das Mädchen?


Buch-Tipp #6:

Tipps aus der Buchhandlung Lienstädt & Schürmann in Espelkamp

Das sind doch die besten Bücher: Einmal angefangen, können wir sie nicht mehr aus der Hand legen.Dafür muss es es aber das richtige Buch sein! Carola Peitsmeyer hat euch zwei potentielle Kandidaten heraus gesucht, die euch fesseln werden. In ihrem Buch-Tipp stellt uns die Verkäuferin von der Buchhandlung Lienstädt & Schürmann vor, warum sie ausgerechnet die Bücher "Kalmann" von Joachim B. Schmidt und “Die Unschuldigen” von Michael Crummey empfehlen kann.

Kalmann - Joachim B. Schmidt

Kalmann lebt in einem kleinen Dorf in Island. Er ist irgendwie anders als die anderen, sein Kopf funktioniert manchmal einfach nicht richtig. Aber dafür er hat ein gutes Herz!
Als er bei einer Wanderung auf eine Blutlache stößt und gleichzeitig der Hotelbetreiber Robert McKenzie verschwindet, wird sein Leben schlagartig ungemütlich…

Die Unschuldigen - Michael Crummey

Die beiden Geschwister Ada und Evered leben im 18. Jahrhundert an der Küste Neufundlands, ihre Familie lebt vom Fischfang.
Als ihre Eltern und ihre Schwester sterben sind sie plötzlich völlig auf sich allein gestellt.
Mitten im Nirgendwo, weitab von jeder Zivilisation, müssen sie lernen ganz allein in der Einöde zu überleben.


Buchtipp #7

Die Tipps aus der Buchhandlung Anja Peetz aus Porta Westfalica-Hausberge

Der kleine Laden von Anja Peetz ist genau so, wie wir uns Buchläden wünschen: Voll von Regalen, die überquellen dank des ganzen Lesestoffs. Anja Peetz stellt uns ihre aktuellen Lieblingsbücher vor: Dabei lernen wir ein Eichhörnchen, einen Serienmörder, ein ganz normales Mädchen und Bananen besser kennen.

Das ist mein Baum - Olivier Tallec

Das Eichhörnchen liebt Bäume. Und vor allen Dingen liebt es SEINEN Baum. Es liebt es, die Zapfen SEINES Baumes in dessen Schatten zu essen. Und es hält überhaupt nichts von der Idee, SEINEN Baum, dessen Schatten und dessen Zapfen mit anderen zu teilen. Aber wie schützt man seinen Baum am besten vor den anderen? Mit einem Tor? Oder einem Zaun? Oder einer Mauer? Und wie müsste diese Mauer beschaffen sein? Und wenn man dann diese riesige, schützende Mauer hätte? Was ist dann eigentlich hinter dieser Mauer? Ein Buch, das auch Erwachsene unbedingt lesen sollten: Denn während das Eichhörnchen seinen Baum schützt, verpasst es das wahre Leben...

Das wirkliche Leben - Adeline Dieudonné

Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.
In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

Wie schlim sind Bananen? - Mike Berners-Lee

Von ganz Alltäglichem (Fahrräder, SMS, Blumen, Bücher …) bis zu Globalem (Rechenzentren, Reisproduktion, Fußball-WM, Kriege …) – »Wie schlimm sind Bananen?« liefert alle Antworten zum CO2-Fußabdruck, die wir heute brauchen, und wartet zudem mit zahlreichen spannenden Enthüllungen auf. 

Mike Berners-Lee zeigt anhand von über hundert Beispielen, wie sich diese konkret auf den weltweiten CO2-Ausstoß und damit auf unser Klima auswirken. Ziel dieses Buches ist es, ein CO2-Bewusstsein für alles zu entwickeln, was wir tun, kaufen und uns ausdenken. Er hilft uns dabei, im Alltag zu bestehen, indem wir die Größenordnungen richtig einschätzen. 

Seien Sie gewarnt: Aspekte eines grünen Lebens, von denen Sie glaubten, sie zu kennen, könnten von nun an völlig anders aussehen. Mike Berners-Lee schreibt niemals belehrend, doch voller Informationen und immer unterhaltsam. Dieses Buch liefert ebenso erstaunliche wie wichtige Antworten auf essenzielle Fragen zur Zukunft unseres Lebens auf der Erde.

Aufzeichnungen eines Serienmörders - Kim Young-ha

Tierarzt Byongsu Kim (70) ist »pensionierter« Serienmörder. Er verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen und Gedichte zu schreiben. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei ihm beginnende Demenz diagnostiziert. Um seine Tochter zu beschützen, plant der alte Mann, mit seinem schwindenden Gedächtnis kämpfend, einen letzten Mord.


Buch-Tipp #8:

Tipps aus der Buchhandlung Auslese in Herford

In Dirk Strehls Adern fließen Buchstaben. Der Buchhändler liest nicht nur privat unheimlich gerne, sondern veranstaltet auch regelmäßige Lesungen. Für uns hat er gleich fünf Buchtipps: "Was ich sonst noch verpasst habe" und "Abend im Paradies" von Lucia Berlin, "Inspektor Takeda und die stille Schuld" von Henrik Siebald und "Faserland" und "Eurotrash"von Christian Kracht.

Was ich sonst noch verpasst habe - Lucia Berlin

Sie gilt als das bestgehütete Geheimnis der amerikanischen Literatur. Lucia Berlin ist die Wiederentdeckung des Jahres und wird verglichen mit Raymond Carver, Richard Yates oder Grace Paley. Ihre Stories zeugen von einem unsteten Leben voller Brüche. Es sind Frauen wie sie, deren Schicksal sie festhält: alleinerziehende Mütter, Alkoholikerinnen auf Entzug, Haushaltshilfen, Krankenschwestern und Sekretärinnen. Es geht um Mütter und Töchter, scheiternde Ehen und schwangere Mädchen, um Immigranten, Reichtum und Armut, um Einsamkeit, Liebe und Gewalt. Die Orte des Geschehens sind Waschsalons, Cafés und Restaurants, Krankenhäuser und Arztpraxen. Hier entsteht das Unerwartete, hier zeigen sich die kleinen Wunder des Lebens, entwickeln sich Tragödien, denen Lucia Berlin mal mit feinem Humor, mal voller Melancholie, aber stets mit ergreifender Empathie auf den Grund geht.

Abend im Paradies - Lucia Berlin

Sie kennt sie alle. Die Höhen und Tiefen des Alltags, die Momente des Glücks, der Verzweiflung, die Ge­fühle dazwischen: Lucia Berlin, deren Erzählungen seit ihrer Wiederentdeckung 2015 auf den Bestsellerlisten stehen. In 22 weiteren Storys begegnen wir ihnen wie­der, den Ex-Frauen und alleinerziehenden Müttern, den Männern, die sie verlassen haben, den Süchtigen, den Kranken, den Liebenden. Zwischen Texas und Chile, New Mexico und New York ziehen sie hin und her, su­chen, wie die Autorin selbst, nach einem Ort, an dem sie zu Hause sein können. Immer wieder entfaltet Lucia Berlin ihre einzigartige Fähigkeit, ehrlich und unsenti­mental, voller Melancholie und dunklem Humor davon zu erzählen, wie sich das Leben anfühlt.

Inspektor Takeda und die stille Schuld - Henrik Siebald

Beim Brand einer Hamburger Seniorenresidenz sterben acht Bewohner. Alles deutet auf Brandstiftung hin, so dass Inspektor Ken Takeda und Claudia Harms die Ermittlungen aufnehmen. Eine verdächtige Heimleiterin, sich seltsam verhaltende Angehörige – viele der Befragten machen sich verdächtig. Dann stoßen Takeda und Harms auf ein deutsch-japanisches Joint Venture, das einen neuartigen Pflegeroboter erprobt. Bald müssen die Ermittler eine Frage stellen, die ihnen selbst geradezu aberwitzig erscheint: Kann ein Roboter einen Mord begehen?

Faserland - Christian Kracht

Ein junger Mann irrt durch die alte Bundesrepublik. Wir schreiben das Jahr 1995, und die Mauer ist gefallen, das interessiert den jungen Mann aber nicht. Von Nord nach Süd lässt er sich treiben, von Sylt zum Bodensee, dann weiter nach Zürich ans Grab von Thomas Mann. Betrunken ist er häufig, angewidert eigentlich ständig. Von den Menschen, dem Land, der Zeit. Geld hat er viel, Stil auch, nur Halt hat er keinen. Er versteht alles, sagt er, dann entgleitet ihm wieder alles. Christian Kracht legt in seinem Debütroman Faserland das hedonistische Zeitalter der Bundesrepublik, legt seine eigene Generation unters Mikroskop. Und findet hinter tausend Marken, hinter tausend Masken, unter einer meterdicken Oberfläche keine Welt. Als Geburt der Popliteratur in Deutschland wurde Krachts schnoddrig-verzweifeltes Debüt bezeichnet. Es war nicht ihre Geburt, es war ihre Hinrichtung.

Eurotrash - Christian Kracht

»Also, ich musste wieder auf ein paar Tage nach Zürich. Es war ganz schrecklich. Aus Nervosität darüber hatte ich mich das gesamte verlängerte Wochenende über so unwohl gefühlt, dass ich unter starker Verstopfung litt. Dazu muss ich sagen, dass ich vor einem Vierteljahrhundert eine Geschichte geschrieben hatte, die ich aus irgendeinem Grund, der mir nun nicht mehr einfällt, ›Faserland‹ genannt hatte. Es endet in Zürich, sozusagen auf dem Zürichsee, relativ traumatisch.« Christian Krachts lange erwarteter neuer Roman beginnt mit einer Erinnerung: vor 25 Jahren irrte in »Faserland« ein namenloser Ich-Erzähler (war es Christian Kracht?) durch ein von allen Geistern verlassenes Deutschland, von Sylt bis über die Schweizer Grenze nach Zürich. In »Eurotrash« geht derselbe Erzähler erneut auf eine Reise – diesmal nicht nur ins Innere des eigenen Ichs, sondern in die Abgründe der eigenen Familie, deren Geschichte sich auf tragische, komische und bisweilen spektakuläre Weise immer wieder mit der Geschichte dieses Landes kreuzt. »Eurotrash« ist ein berührendes Meisterwerk von existentieller Wucht und sarkastischem Humor.


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