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Prozess um Hiddenhauser Bluttat beginnt

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen startet um 9 Uhr in Bielefeld der Prozess um die Bluttat von Hiddenhausen. Auf der Anklagebank sitzen zwei Brüder, die Ende Mai einen Deutsch-Libanesen auf offener Straße erstochen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beiden gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vor. Eigentlich lautete die Anklage auf gemeinschaftlichen Mord.

Doch vor knapp zwei Wochen wurde das vom Landgericht abgeschwächt mit der Begründung, dass noch immer unklar ist, wer von den beiden Brüdern zugestochen hat. Für die Tat Ende Mai gibt es keine Zeugen, auch die Tatwaffe fehlt bislang. Die Angeklagten aus Herford und Lüdinghausen sollen den 32-Jährigen mit 20 Messerstichen getötet haben. Einen Tag zuvor gab es laut Staatsanwaltschaft zwischen den Männern Streit um Schulden.

Der Hiddenhauser soll einem der Angeklagten bei einer Schlägerei das Nasenbein gebrochen haben, woraufhin sich die Brüder an dem späteren Opfer rächen wollten. Für den Prozess sind insgesamt 14 Verhandlungstage angesetzt worden.