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Christina Wolff
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Netguide

Online Urlaub buchen - aber richtig

Sonne scheint durch Palmenblätter

Der nächste Strand ist nur ein paar Klicks entfernt: Wer im Netz seinen Urlaub bucht, findet schnell eine Vielzahl von Angeboten. Ein paar Angaben in die Tastatur gehackt und schon wird unser Bildschirm von verführerisch schönen Strandbildern, tollen Unterkünften und viele glücklichen Menschen überflutet - es scheint, als gäbe es online nichts als Sonne und gute Laune. Doch so schön die Online-Welt sich auf unserem PC darstellt, die Online-Buchung ist nicht ganz ungefährlich. Ein wesentlicher Unterschied zum uns allen bekannten Online-Einkauf: Ein defektes, nicht passendes Kleidungsstück schicken wir einfach zurück, unser online gebuchte Pauschalreise hingegen ist amtlich, ein 14-tägiges Widerrufsrecht gilt hier nicht. Wir haben deswegen ein paar Tipps für Euch, damit der Online-Urlaub nicht zum Online-Urlaubs-Desaster wird.

Wer bietet die Reise an?

Wenn wir bei den großen Veranstaltern wie z.B. TUI, Thomas Cook oder Alltours buchen, sind wir meist auf der sichern Seite. Sollten wir mit den Leistungen unserer Reise nicht zufrieden sein, wissen wir genau, wenn wir ansprechen können. Bei Reiseportalen ist das häufig anders – sie arbeiten in der Regel nur als Vermittler. In diesem Fall sollten wir zum einen schauen, ob das Reiseportal selbst klar firmiert ist – Name, vollständige Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Rechtsform – und zum anderen auch darauf achten, ob der bzw. die für uns ausgewählten Reiseveranstalter auch eindeutig benannt sind inklusive einer Kontaktmöglichkeit. Finger weg, wenn hier nur ein Postfach oder eine 0900-Nummer angegeben ist. Eine erste Orientierung bei den Buchungsportalen gibt die Stiftung Warentest. Sie hat 2017 vierzehn Buchungsportale getestet – sieben wurden mit gut bewertet, Sieger waren Holidaycheck, Lastminute.de und Onlineweg.de.

Ein Schein und neue Rechte

Wichtig bei der Buchung einer Pauschalreise – der „Sicherungsschein“. Er garantiert, dass unser Reiseveranstalter gegen Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit versichert ist. Bevor wir ihn nicht vorliegen haben - empfehlen z.B. die Experten der Verbraucherzentrale -, sollten wir weder eine Anzahlung noch den Reisepreis insgesamt bezahlen. Der Sicherungsschein gehört als wichtiges Dokument auch unbedingt in den Koffer. Zum anderen sollten wir wissen, dass unsere Rechte als Pauschalreisende letztes Jahr durch eine neuen „EU-Pauschalreiserichtlinie“ gestärkt wurden. Infos bietet uns eine Broschüre des Europäischen Verbraucherzentrums.

Was umfasst unsere Reise?

Bei der Online-Buchung unserer Reise sollten wir bei den Leistungen genau hinschauen. Sind alle relevanten Punkte unserer Reise wie z.B. Unterbringung und Verpflegung, die Reiseroute, die Transportmittel und der Reisepreis exakt aufgeführt. Bei Fernreisen dürfen auch Angaben zu Pass- und Visumsbedingungen sowie zu erforderlichen Impfungen nicht fehlen. Reiseexperten empfehlen nach der ersten Auswahl, das gefundene Angebot mit mindestens drei anderen Plattformen zu vergleichen. Zudem hilft - gerade bei unbekannten Hotels oder Unterkünften – ein kurzer Blick auf eine Satellitenkarte, ob die Lage nun wirklich so großartig ist wie online beschrieben. Weitere Einschätzungen unseres Urlaubsziels lassen sich häufig auch aus den Bewertungen vorheriger Besucher ablesen.

Beim Geld hört der Spaß auf

Wenn es ans Zahlen geht, bekommen wir häufig auch Hinweise darauf, ob wir gerade einem seriösen oder unseriösen Reiseanbieter folgen. Skeptisch sollten wir immer werden, wenn die Buchungsabläufe nicht nachvollziehbar und unverständlich sind. Zudem sollte uns – ein Klick vor dem Ende unseres Buchungsvorgangs – noch einmal das gesamte Angebot übersichtlich und exakt aufgeführt werden inklusive Mehrwertsteuer und ebenso inklusive aller gebuchten Zusatz- bzw. obligatorischer Nebenleistungen. Seriöse Anbieter bieten zudem mindestens eine kostenlose Zahlungsoption an, die möglicherweise geforderte Anzahlung sollte nicht mehr als 20% des Gesamt-Reisepreises betragen. Ein wichtiger Zahltipp der Experten: Das Lastschriftverfahren nutzen, dann haben wir größere Chancen unser Geld bei Schwierigkeiten zurückzubekommen. 

Im Zweifel – nachschauen oder fragen

Eine Urlaubsreise ist teuer und auf die Entspannung der Urlaubswochen freuen wir uns meist monatelang. Deswegen sollten wir gerade schon bei der Buchung möglichst viele Risikofaktoren ausschalten. Die Verbraucherzentralen haben online einen Fragenkatalog zusammengestellt, worauf wir bei unserer Online-Buchung achten sollten. Zudem bieten sie auch eine Extraseite „Urlaub buchen“ an, auf der wir u.a. Informationen zu Themen finden wie „Was machen bei Konkurs des Reiseveranstalters?“, „Welche Versicherungen sind sinnvoll?“ oder „Was müssen wir bei einer Umbuchung beachten?“. Sollten wir trotzdem unsicher sein, hilft ein Anruf oder ein Besuch der Verbraucherzentrale.          


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