Sammelsurium der besonderen Art
Wer sammelt, will seine Sammlung auch irgendwann mal zeigen. Wenn das aus Platzgründen nicht geht, müssen die Sammelstücke wenigstens gut aufbewahrt werden. Das macht zurzeit das Herforder Museum für Stadtgeschichte. Mangels Museumsraum lagern die Museumsstücke im alten Telekom-Gebäude.
Museumsdirektorin Sonja Langkafel hütet Herfords historische Sammlung. Platten und Fotos sind die eher kleinen Dinge im Depot. Über dem wohlgeordneten Sammelsurium wacht ein hölzerner Phantasie-Germane. Der Zwei-Meter-zwanzig-Hüne stand einst vor einer Kirmesbude; sein Zwilling erschreckt gerade die Römer bei der Detmolder Varus-Schlacht-Ausstellung. Meist dämmern die Museumsstücke aber in völliger Dunkelheit vor sich hin. Und Sonja Langkafel ist allein mit Kirchenbänken, Küchenschränken und nierenförmiger Schaukelbadewanne. Letztere hat sie aber wenigstens schon mal ausprobiert.
Die Herforder Geschichte lagert im Depot – wer aber mal an der Wanne schaukeln und einen Blick auf die gesammelten Dinge werfen will, der kann im Depot anfragen. Für kleine Gruppen gibt es gelegentlich Führungen.














