Responsive image

on air: 

Christina Wolff
---
---

Kindesmissbrauch Lügde: Weitere Behördenfehler ans Licht gekommen

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde hat Hamelns Landrat Tjark Bartels heute Fehler eingeräumt. Er hat bestätigt, dass das Jugendamt Hameln schon 2016 Hinweise darauf hatte, dass der 56-jährige Haupttäter pädophil sein könnte. Trotzdem wurde der Dauercamper kurz danach als Pflegevater für ein kleines Mädchen eingesetzt. Die Hinweise kamen damals laut Bartels von drei verschiedenen Stellen. Allen sei einzeln nachgegangen worden. Ergebnis: Die Mitarbeiter hätten keine Kindeswohlgefährdung erkannt. Deshalb habe das achtjährige Mädchen bei dem 56-Jährigen bleiben können, so Bartels weiter. Er entschuldigte sich bei den Opfern. Außerdem gab er bekannt, dass eine Jugendamtsmitarbeiterin inzwischen wegen des Falls suspendiert wurde. Der Dauercamper soll zusammen mit zwei Komplizen mindestens 34 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.