Heute stehen die Eishockey-Junioren des Herforder EV im Blickpunkt. Sie sind 2009 in die Bundesliga aufgestiegen. Als in der Saison 2008/2009 das erste Saisonspiel anstand, konnte niemand wissen, dass sich in den folgenden Monaten ein Triumph an den nächsten reihte. Zur Premierenpartie in die Spielzeit der NRW-Liga trat der HEV in Grefrath wegen großer personeller Probleme nicht an. „Dass wir diese Punkte kampflos abgegeben haben, hat uns weh getan. Unser Ziel war es nämlich schon, oben mitzuspielen", sagt Patrick Preuße, einer der Leistungsträger in der Mannschaft. Klar, die Konkurrenten im Kampf um einen vorderen Platz hießen Neuss, Ratingen oder Dinslaken; da tat eine „Niederlage" gegen ein Kellerkind nicht wirklich gut. Zumindest nahm der HEV den Kampf um einen Spitzenplatz auf, und dies mit einem Minikader. Preuße erinnert sich: „Da spielten wir gegen Ratingen mit unseren zehn Mann gegen drei, vier Blocks. Da reicht die Kraft irgendwann nicht mehr aus." Zumal ein Großteil der 17- bis 20-jährigen Burschen auch in der 1. Mannschaft in der Verbandsliga am Puck war.
Was übrigens auch für die laufende Serie, in der die Junioren die Bundesliga aufmischten und die 1. Mannschaft derzeit um den Regionalliga-Aufstieg kämpft, gilt. Nach der Niederlage gegen Ratingen war die Hoffnung der Herforder Jungs auf die Qualifikation für die Play-Off-Runde fast schon dahin. „Dann verlor Ratingen in Neuss, während wir Duisburg geschlagen haben. Damit hatten wir die Play-Offs erreicht", sagt Preuße. Im ersten Play-Off-Spiel gegen Bremerhaven setzte es eine Niederlage; da der Gegner aber einen Akteur ohne Spielberechtigung einsetzte, wurde sie in einen 5:0-Sieg umgewandelt. Im Rückspiel tat eine knappe Niederlage nicht mehr weh. Gegen Finalgegner FASS Berlin gewannen die Herforder sowohl in der Berliner Deutschlandhalle als auch im „Heimspiel" in Hamm, wohin der HEV im April 2009 wegen der in Herford dann bereits geschlossenen Eishalle „Im Kleinen Felde" ausweichen musste, zweimal deutlich - der Triumph Aufstieg in die Bundesliga war geschafft. In der setzte das Team seinen sensationellen Erfolgszug fort, obwohl an manchen Wochenenden eine Dreifach-Belastung durch Spiele mit den Junioren und der 1. Mannschaft anstand. An dem Tagen, an denen die Spiele in Neuwied (1. Mannschaft) und Crimmitschau (Junioren) auf dem Programm standen, kamen die Akteure auf 1.800 Kilometer im Bus, wie Preuße grob überschlagen hat. „Ich kenne mittlerweile jede Autobahn-Raststätte", sagt er mit einem Lächeln. Als großen Trumpf der Mannschaft macht Patrick Preuße das „super Klima" aus. „Die meisten spielen seit den Bambinis zusammen. Eine wichtiger Rolle spielte auch immer der Trainer; das war Michael Reim bei den Bambinis; später dann Andreas Ober, der uns jahrelang trainiert hat, und Michael Pott."
Die zeitliche Belastung durch die Spiele und das Training schweißt zusammen. Trainiert wird in der Serie drei bis vier Mal in der Woche; zweimal auf dem Eis, zudem stehen Einheiten im Fitnessstudio oder in der Turnhalle auf dem Programm. Zeit für andere Hobbys bleibt da nicht. „Ein Abend in der Disko ist da schwierig", sagt Preuße, der ausdrücklich bedauert, dass drei Mitspieler der Aufstiegssaison nicht mehr in der Bundesliga helfen konnten. Tristan Weiße, Jonas König und Sebastian Güse mussten aus schulischen oder privaten Gründen aufhören. „Schade, dass sie nicht mehr dabei sind", sagt Preuße. Weitere Infos folgen in Kürze
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